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13.07.2021 PROAD News: Homeoffice-Pflicht endet: Was wird jetzt „New Normal“?

 

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13.07.2021

Ende der Homeoffice-Pflicht: Was wird jetzt „New Normal“?

 

„Mitarbeiterprotest bei Apple" titelten Anfang Juni die News um den Technologie-Pionier: Die Ankündigung von Firmenchef Tim Cook, dass die Beschäftigten ab September wöchentlich mindestens 3 Tage aus dem Homeoffice in ihre Büros zurückkehren sollen, stieß in der Belegschaft auf deutlich mehr Widerstand als gedacht. In einem internen Brief an die Konzernführung fordern die Mitarbeiter auch künftig mehr Flexibilität bei der Wahl des Arbeitsortes. Die geplante Präsenzpflicht habe bereits dazu geführt, dass einige Kollegen aus Protest das Unternehmen verlassen hätten. Könnte eine ähnliche Rebellion auch in deutschen Unternehmen drohen?

 

 

Agentursoftware-Guide 2021 - PROAD - Ende der Homeoffice-Pflicht Bildnachweis: AndreyPopov / istockphoto.com

 

Viele Mitarbeiter haben es schätzen gelernt, in den eigenen vier Wänden zu arbeiten. Mit der Verabschiedung der sogenannten „Bundesnotbremse" waren deutsche Arbeitgeber erstmals verpflichtet, Homeoffice zu ermöglichen, sofern die Mitarbeiter nicht sowieso schon seit Beginn der Corona-Pandemie im März 2020 zuhause waren. Mit dem Auslaufen des Gesetzes zum 1. Juli 2021 ist diese Homeoffice-Pflicht allerdings seit einigen Tagen wieder Geschichte.

 

Also alle zurück ins Büro?

Welche Pläne haben Agenturen und Dienstleister und was wünschen sich die Mitarbeiter? Wir haben unsere Kunden befragt, Studien und Presseartikel ausgewertet und die interessantesten Ergebnisse für euch zusammengefasst.

 

Was gilt aktuell gesetzlich im Büro?

Die Bundesnotbremse wurde ab 1. Juli von einer neuen Arbeitsschutzverordnung abgelöst, nach der die Arbeitgeber weiterhin gehalten sind, "die gleichzeitige Nutzung von Räumen durch mehrere Personen (...) auf das betriebsnotwendige Minimum zu reduzieren". Außerdem bleibt es dabei, dass betriebliche Hygienepläne erstellt und Infektionsschutzmaßnahmen ergriffen werden müssen, beispielsweise durch Trennwände, Abstandsregeln und 2 Testangebote pro Woche. Alternativ müssen medizinische Masken zur Verfügung gestellt werden. Die Pflicht, dass eine Mindestfläche von zehn Quadratmetern für jede im Raum befindliche Person nicht unterschritten werden darf, entfällt, ebenso die Einteilung in feste Gruppen.
 

 

Gut zu wissen

Paragraph §28b Abs. 7 des Infektionsgesetzes, der die Homeoffice-Pflicht regelte, ist so uneindeutig, dass Arbeitsrechtler bereits eine Klagewelle befürchten: Denn mit der Genehmigung, im Homeoffice zu arbeiten, haben Arbeitgeber ihren Mitarbeitern ein Angebot gemacht. Sofern die Arbeitnehmer das Angebot angenommen haben, ist streng genommen auch ohne Schriftform ein Vertrag zustandekommen.

Bedeutet: Die Arbeitnehmer könnten ein „Bleiberecht" im Homeoffice einklagen, sofern keine schriftlichen Vereinbarungen mit Klauseln zu konkreten Rückkehrbedingungen geschlossen worden sind.

 

Wie reagieren Agenturen und Dienstleister auf das Ende der Homeoffice-Pflicht?

Die meisten unserer Kunden waren – wie das PROAD-Team auch – das komplette letzte Jahr in unterschiedlichsten Konstellationen im Homeoffice. Häufig gab es eine rotierende Präsenz-Notbesetzung im Büro. Die erst spät vom „Appell" zur Pflicht verschärfte Homeoffice-Regelung hatte deshalb wenig Einfluss auf die Homeoffice-Quote unserer Branche.
Dasselbe scheint nun auch in die andere Richtung zu gelten: In Umfragen – beispielsweise im Branchenmagazin Horizont – vermittelt die Branche einen unaufgeregten Eindruck. Die Frage nach dem „New Normal" des Arbeitsplatzes scheint weniger vom Ende der gesetzlichen Pflicht beeinflusst als von grundsätzlichen Überlegungen nach der Zukunft der Arbeitskultur in Agenturen und bei Dienstleistern.

 
Die Zukunft der Arbeitsorganisation ist hybrid

Die Mehrheit der Inhaber und Geschäftsführer will auf ein hybrides Modell setzen, also einen Mix aus Büropräsenz und „Work from Anywhere". Dass Remote Work funktioniert, haben die letzten Monate gezeigt und die Unternehmen haben wertvolle Erfahrungen mit verteilten Teams gesammelt, die nun auch in die künftige Arbeitsorganisation einfließen sollen.
 

Lesetipp: „New Work ist mehr als Homeoffice"

In einem Blogartikel hatte PROAD Anfang 2021 fünf zentrale Handlungsfelder von New Work für Agenturen und Dienstleister zusammengefasst: Zum Blogartikel

 

Mit hybriden Modellen positionieren sich Agenturen und Dienstleister als attraktive Arbeitgeber für den Teil der Mitarbeiter, die die Homeoffice-Option als Teil ihrer Work-Life-Balance schätzen. Das ist nicht nur zukunftsorientiert im Sinne eines modernen Talentmanagements, sondern auch pragmatisch im Hinblick auf die dynamische Corona-Lage durch Virus-Varianten und eine drohende vierte Welle im Herbst/Winter.

 

„Wir glauben daran, dass New Work hybrid ist." Florian Haller, CEO Serviceplan Group

„Mit der Auflösung der Homeoffice-Pflicht wird sich bei Grabarz & Partner nicht viel ändern, da wir weiterhin auf die Eigenverantwortung unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter setzen. Denn wir sind überzeugt, dass wir so - und nicht mit wöchentlicher Anwesenheitspflicht - unsere vertrauensbasierte Kultur weiter fördern." (Stefanie Kuhnhen, Geschäftsführerin Strategie bei Grabarz & Partner)

„Ganz grundsätzlich gibt es bei uns auch ohne Bundesnotbremse keine Pflicht den Arbeitsort betreffend. Ob Mobil oder im Büro entscheiden die Mitarbeitenden in Abstimmung mit ihren Teams und entsprechend der Anforderungen." Klaus Sielker, Gesellschafter Hirschen Group

„Für uns steht fest: Home Office beziehungsweise Remote Work ist jetzt und bleibt selbstverständlicher Teil unseres Agenturlebens." Mirko Kaminski, CEO Achtung

(Quelle: Horizont-Artikel „Bye-bye, Bundesnotbremse" vom 29.6.2021)

 

Auf der anderen Seite leben insbesondere Agenturen von Kommunikation, gemeinsamen Brainstormings, informellem Austausch und einer meist sehr individuellen Agenturkultur – Elemente also, die in Präsenz einfacher und intensiver gelebt werden können.

Es spricht also vieles für ortsunabhängiges Arbeiten und vieles für das gemeinsame Arbeiten im Büro. Die Herausforderung der Post-Corona-Zeit wird sein, das Beste aus beiden Welten zusammenzubringen und ein Arbeitsumfeld zu schaffen, das Kreativität fördert, effiziente Prozesse ermöglicht und den Ansprüchen der Mitarbeiter an eine moderne Work-Life-Balance gerecht wird.

Als Remote-Work-Pionier unter den IT-Firmen positioniert sich unter anderem SAP: Der deutsche Softwareriese versprach seinen Mitarbeitern Anfang Juni einen zu "100 Prozent flexiblen und vertrauensbasierten Arbeitsplatz als Norm, nicht als Ausnahme". Dafür hatten sich einer Mitarbeiterumfrage 94 Prozent der Beschäftigten ausgesprochen.

Eines ist ziemlich sicher: Die traditionelle Fünf-Tage-Präsenzwoche wird wohl auch nach dem Ende der Homeoffice-Pflicht vorerst nicht wiederkommen. Die kontinuierliche Optimierung der Workflows in verteilten Teams ist deshalb alternativlos.

 

PROAD: "Wir beraten euch gerne, wie ihr eure Workflows fit für verteiltes Arbeiten gestalten könnt und welche Möglichkeiten PROAD dafür mitbringt!"

 

Dieser Artikel wurde zuvor veröffentlicht im PROAD Blog

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Über PROAD Software

Die J+D Software AG setzt mit PROAD seit 30 Jahren Standards im Markt für Agentursoftware.  Kunden schätzen neben dem großen Funktionsumfang vor allem die smarte Benutzeroberfläche, die in enger Zusammenarbeit mit UI-Experten laufend weiterentwickelt wird. Heute arbeiten mehr als 1.000 Agenturen, Consultants und IT-Unternehmen weltweit mit PROAD. Empfohlen von den führenden Branchenverbänden GWA, GPRA und FAMAB.

Pressekontakt:
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Fax +49 (0) 6074 44195

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